Es funkelt, es glänzt, es ist einfach atemberaubend schön – die wahre Schönheit eines Edelsteins kommt oftmals erst durch den richtigen Schliff zum Vorschein. Der Edelstein-Schliff bringt die optischen Effekte eines Schmucksteins hervor und setzt ihn so gekonnt in Szene. Die Formen reichen von Ellipsen über Polygone bis hin zu 3D-Schliffen. Wir führen Dich heute durch die große Welt der Schliffarten. Entdecke Eigenheiten der unterschiedlichen Schliffe und finde den Schmuck, der am besten zu Dir passt.

Welche Schliffarten gibt es bei Edelsteinen?

Es wird generell zwischen drei Steinschliffen unterschieden:

  1. Glattschliff
  2. Facettenschliff
  3. Gemischter Schliff

Der Glattschliff macht den Stein, wie der Name schon sagt, besonders eben und glatt. Der Schmuckstein wird dabei möglichst kantenlos rundgeschliffen. Dadurch liegt er angenehm auf der Haut und wirkt seidig weich. Besonders Mondsteine oder Rosenquarz eignen sich hervorragend für diese Schliffart. Der Vorteil: Der Glattschliff bringt Lichtreflexe und schimmernde Farbspiele besonders hervor. Es werden gern undurchsichtige oder durchscheinende Minerale wie Quarz oder Malachit genutzt.

Der Facettenschliff im Edelstein wird vor allem in der Schmuckherstellung gern genutzt. Bereits seit dem 15. Jahrhundert werden so besonders elegante Halsketten und Ringe gefertigt. In der Regel werden durchsichtige Steine wie beispielsweise Diamanten, Smaragde oder Rubine durch das Schleifen veredelt. Das Hauptmerkmal: Die Facetten. Dabei handelt es sich um kleine glattpolierte Flächen, die in unterschiedlicher Anordnung einen hochwertigen Schliff ergeben. Bei dieser Schliffart wird vor allem in mehrere Edelstein Formen unterschieden. Unter anderem gehören dazu:

  • Brillantschliff: Die beliebteste Form für Diamanten überzeugt mit einem Glanz durch 57 bis 58 Facetten. Vor allem als Rundschliff wird dieser Diamantschliff gern für Verlobungsringe und Eheringe genutzt.
  • Smaragdschliff: Auf Englisch wird er auch Emerald Cut genannt. Der rechteckige Edelstein wird mit rechteckig geschliffenen Seiten verziert und bringt so die Klarheit des genutzten Diamanten zum Vorschein.
  • Tropfenschliff: Diese Form wird auch Pear Cut genannt, weil sie an einen Tropfen beziehungsweise eine Birne erinnert. Er ist eine Kombination aus dem Marquise- und dem Brillantschliff. Dadurch entsteht auf einer Seite ein rundes, auf der anderen ein spitzes Ende beim Schleifen.
  • Prinzessschliff: Der überaus beliebte Princess Cut beruht ebenfalls auf dem Brillantschliff. Allerdings wird hier nicht die runde Form, sondern eine quadratische Form als Grundlage genutzt.
  • Marquiseschliff: Der Marquiseschliff erinnert an die Form eines Bootes. Die lange, elliptische Form begünstigt den Schleifprozess. Hier bleibt mehr vom Rohstein erhalten als beim Brillanten, wo knapp 60% abgeschliffen werden.
  • Ovalschliff: Dieser zeitlose Facettenschliff überzeugt durch seine abgerundeten Ecken und die längliche Form. Seit den 1950ern erfreut er sich großer Beliebtheit, weil er durch die Form größer wirkt als weitere Edelsteine mit gleicher Karatzahl.

Die letzte Form des Schleifens ist der sogenannte gemischte Schliff. Hier werden die beiden oben genannten Schliffarten miteinander kombiniert. Dadurch entstehen ungewöhnliche und einzigartige Schmuckstücke. Beispielsweise kann die obere Seite eines Smaragds als sogenannter Cabochon Schliff veredelt werden und ist somit gleichmäßig gewölbt und glatt. Die Unterseite wird wiederum im Facettenschliff verschönert.

Welcher Schliff ist am teuersten?

Der Brillantschliff gehört zu den teuersten Edelsteinschliffen für Schmuck. Allgemein gilt: Die Art des Schliffes bestimmt den Wert des Schmuckstückes. Beim Brillantschliff es liegt unter anderem daran, dass mehr als die Hälfte des Rohdiamanten durch das Schleifen verloren geht. Zu den wichtigsten Merkmalen dieser Steine gehören unter anderem das funkelnde Farbspiel und die größere, glatte Oberfläche auf der Oberseite, die auch Tafel genannt wird. Das Glänzen macht ihn zum beliebtesten Stein bei Verlobungsringen und Eheringen.

Welche Schliffart passt zu mir?

Die Menge an unterschiedlichen Formen ist oftmals überwältigend. Aber keine Sorge: Wir helfen Dir gern, den perfekten Edelstein-Schliff für Dich zu finden. Dabei kommt es ganz darauf an, was Du mit dem Stein ausdrücken möchtest:

Du liebst es klassisch und funkelnd und kannst auch gern etwas mehr ausgeben? Dann würden wir Dir den Rundschliff oder den Prinzessschliff ans Herz legen. Die eleganten Schnitte überzeugen einfach bei jedem Geschmeide.

Du magst es auffällig und ausgefallen? Dann wäre der Tropfenschliff oder der Marquiseschliff am besten geeignet. Die ungewöhnlichen Formen ziehen alle Blicke auf sich – vor allem als Halskette oder auch als Ohrring sind sie einfach wunderschön.

Du bist der ausgeglichene, zurückhaltende Typ? Dann könnte der Ovalschliff oder die kantige Variante – der Smaragdschliff – wie gemacht für Dich sein. Die Formen sind wunderbar symmetrisch und dem Auge sehr gefällig.

Je nachdem, wie Du Dich selbst einschätzt, kannst Du bei uns den perfekten Edelstein Schmuck für Dich finden. Glanzvolle Momente warten auf Dich!